Mrz
06
2011

Die Bundesärztekammer hat die Grundsätze zur Sterbebegleitung in einer neuen Fassung verabschiedet. Die Aktualisierung war durch die Gesetzgebung zur Patientenverfügung aber auch durch BGH-Beschlüsse zur Sterbehilfe 2005 und 2010 erforderlich geworden. In vielen Bereichen, in denen bisher Unsicherheiten bestanden, wurde durch Gesetzgebung und höchstrichterliche Entscheidungen Klarheit geschaffen. Auch das Thema ärztlich assistierter Suizid musste neu diskutiert werden und die Diskussion hierzu ist bestimmt noch nicht abgeschlossen.
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Tags: assistierter Suizid, Autonomie, Betreuungsrecht, Lebensende, Patientenverfügung, Therapiebegrenzung, Therapiezieländerung
Jan
26
2010
Diese Frage wird Ärzte im Verlauf einer Krebserkrankung häufig und in allen Krankheitsstadien immer wieder gestellt. Aber nur selten erhalten Patienten auf diese Frage eine klare Antwort. Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig. In verschiedenen Untersuchungen hat man versucht, den Ursachen auf die Spur zu kommen. Dabei fanden sich verschiedene Problembereiche, die eine offene Kommunikation bezüglich der Prognose erschweren:
Viele Ärztinnen und Ärzte klagen in der Alltagshektik über zu wenig Zeit für solche Gespräche. Für die Vermittlung dieser Botschaften brauchen wir aber einen entsprechenden zeitlichen Rahmen und Ruhe. Oft genügt ein einzelnes Gespräch nicht, um sinnvoll auf dieses Thema eingehen zu können. Zeit ist aber eine Ressource, die in unserem Gesundheitssystem immer häufiger durch Rationierung und Ökonomisierung medizinischer und pflegerischer Tätigkeiten drastisch eingeschränkt wird.
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Tags: Lebensende, palliative Therapie, Prognose, Therapiezieländerung
Nov
10
2009
Die moderne Medizin bietet viele Möglichkeiten der Lebensverlängerung, die aber nicht in jeder Situation und von allen Patienten gewünscht werden. So stellt sich immer wieder die Frage, was am Ende des Lebens noch getan werden kann und was unterbleiben soll. Untersuchungen zu Folge gingen bei sterbenden Patienten im Krankenhaus in etwa 60 % der Fälle Entscheidungen zur Begrenzung der Therapie voraus.
Hierzu kann es im wesentlichen aus zwei verschiedenen Gründen kommen:
- eine Behandlung ist medizinisch gesehen nicht mehr sinnvoll oder
- der Patient wünscht ein Unterlassen weiterer medizinische Maßnahmen.
Eine Therapie sollte immer dann beendet werden, wenn nach Auffassung der Ärzte eine Fortführung von bestimmten medizinischen Maßnahmen nicht mehr sinnvoll ist.
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Tags: palliative Therapie, Therapiebegrenzung, Therapiezieländerung
Okt
08
2009
Wenn über Essen und Trinken am Lebensende gesprochen wird, treten in der Diskussion oft die Probleme, die in der letzten Lebensphase krankheitsbedingt auftreten (Übelkeit, Erbrechen) und die eine normale Nahrungsaufnahme behindern können, in den Vordergrund. Essen und Trinken haben aber nicht nur die Funktion der Kalorien- und Flüssigkeitsaufnahme, sondern haben für das Leben des kranken Menschen vielfältige Bedeutungen. Nicht nur die Probleme, sondern auch die Ressourcen, die sich hieraus für die Gestaltung des Lebens in seiner letzten Phase ergeben können sollten wahrgenommen werden.
Viele Aspekte prägen demnach unsere Entscheidungen über Essen und Trinken am Lebensende:
- Essen und Trinken als Lebenserhalt, zur Erhaltung der Gesundheit
- genießen, sehen, riechen, schmecken, Lebensfreude und Lebensqualität
- Geselligkeit, Kommunikation, Zuneigung, Fürsorge für den Kranken
- kulturelle und erzieherische Aspekte, die unser Verhältnis zu Essen und Trinken prägen.
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Tags: Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Lebensende, Therapiezieländerung