Archiv für das Tag 'Lebensende'

Mai 23 2010

Beratung zur Patientenverfügung – aber wie?

Abgelegt unter Ethik und Recht von hk

Nach den vorangegangenen Blog-Beiträgen sollte deutlich geworden sein, wie wichtig eine kompetente Beratung zur Erstellung der eigenen Patientenverfügung ist.

Aber was zeichnet eine gute Beratung aus?

Wichtig sind soziale und ḱommunikative Kompetenz, fachliche Informiertheit, aber auch Offenheit des Beraters bezüglich Form und Inhalte der Verfügung.  Der Berater muss in der Lage sein, seine eigenen Wertvorstellungen zurückzunehmen, um dem Betroffenen eine individuelle Vorsorge für das Lebensende zu ermöglichen. Denn eine allgemein gültige, normierte Patientenverfügung kann es nicht geben.
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Mai 09 2010

Patientenverfügung – welches Formular?

Abgelegt unter Ethik und Recht von hk

PatientenverfügungInzwischen gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Vordrucken für Patientenverfügungen (ca. 230 Versionen mit steigender Tendenz). Eine Orientierung fällt dabei natürlich schwer. Deshalb gebe ich hier einige Vorschläge für einen ersten Einstieg.

Von einer vollständig freien Formulierung einer Patientenverfügung muss dringend abgeraten werden. Wer sich darauf einlässt, sollte sich auf jeden Fall intensiv beraten lassen und weitere Quellen z.B. im Internet nutzen.

In der Regel sollte man auf ein Formular mit Formulierungsvorschlägen zurückgreifen.

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Apr 26 2010

Vorsorge für das Ende des Lebens

Abgelegt unter Ethik und Recht von hk

Immer mehr Menschen wünschen sich auch für die letzte Zeit ein selbst-bestimmtes Leben. Aber nur ein Teil der Menschen in unserer Gesellschaft haben diese Überlegungen konkretisiert, dokumentiert und mit ihren Angehörigen kommuniziert. Nach einer Untersuchung der Hospizstiftung sind es bei den über 65-jährigen etwa 25 %, die eine Patientenverfügung verfasst haben. Immerhin war die Tendenz in den letzten Jahre steigend, wozu möglicherweise auch die Diskussionen über eine Gesetzgebung zur Regelung von Patientenverfügungen beigetragen hat.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie Sie sich Ihr Lebensende vorstellen:

  • wo Sie am Ende des Lebens versorgt werden möchten,
  • wer Sie dann begleiten und pflegen soll und
  • wer Entscheidungen treffen darf, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind?

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Jan 26 2010

Wie lange noch, Herr Doktor?

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Diese Frage wird Ärzte im Verlauf einer Krebserkrankung häufig und in allen Krankheitsstadien immer wieder gestellt. Aber nur selten erhalten Patienten auf diese Frage eine klare Antwort. Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig. In verschiedenen Untersuchungen hat man versucht, den Ursachen auf die Spur zu kommen. Dabei fanden sich verschiedene Problembereiche, die eine offene Kommunikation bezüglich der Prognose erschweren:

Viele Ärztinnen und Ärzte klagen in der Alltagshektik über zu wenig Zeit für solche Gespräche. Für die  Vermittlung dieser Botschaften brauchen wir aber einen entsprechenden zeitlichen Rahmen und Ruhe. Oft genügt ein einzelnes Gespräch nicht, um sinnvoll auf dieses Thema eingehen zu können. Zeit ist aber eine Ressource, die in unserem Gesundheitssystem immer häufiger durch Rationierung und Ökonomisierung medizinischer und pflegerischer Tätigkeiten drastisch eingeschränkt wird.

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Okt 08 2009

Essen und Trinken am Lebensende

Abgelegt unter Ethik und Recht,Symptomkontrolle von hk

etWenn über Essen und Trinken am Lebensende gesprochen wird, treten in der Diskussion oft die Probleme, die in der letzten Lebensphase krankheitsbedingt auftreten (Übelkeit, Erbrechen) und die eine normale Nahrungsaufnahme behindern können, in den Vordergrund. Essen und Trinken haben aber nicht nur die Funktion der Kalorien- und Flüssigkeitsaufnahme, sondern haben für das Leben des kranken Menschen vielfältige Bedeutungen. Nicht nur die Probleme, sondern auch die Ressourcen, die sich hieraus für die Gestaltung des Lebens in seiner letzten Phase ergeben können sollten wahrgenommen werden.
Viele Aspekte prägen demnach unsere Entscheidungen über Essen und Trinken am Lebensende:

  • Essen und Trinken als Lebenserhalt, zur Erhaltung der Gesundheit
  • genießen, sehen, riechen, schmecken, Lebensfreude und Lebensqualität
  • Geselligkeit, Kommunikation, Zuneigung, Fürsorge für den Kranken
  • kulturelle und erzieherische Aspekte, die unser Verhältnis zu Essen und Trinken prägen.

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