Jan
23
2012
Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich Hintergrunddienst im Palliativnetz. Als Palliativmediziner habe ich einige Patienten zu Hause besucht, die unter erheblichen Beschwerden litten. Auf Anfrage der Hausärzte kann in solchen Fällen der Palliativmediziner im Hintergrunddienst beratend hinzugezogen werden.
Dabei habe ich fünf Patienten gesehen, die kurz vor den Feiertagen nicht auf eigenen Wunsch sondern auf Drängen der Kliniken entlassen wurden. In vier Fällen war absehbar, dass dies zu einer erheblichen Belastung der Familie führen würde. Ein Patient ist einige Stunden nach meinem Besuch friedlich zu Hause verstorben. Die Beschwerden in der letzten Lebensphase konnten gut gelindert werden. Für die begleitenden Familienmitglieder war dieses friedliche Sterben bei aller Traurigkeit eine gute Erfahrung.
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Tags: Bürokratie, Hospiz, Humanität, Menschlichkeit, Ökonomie
Jan
05
2012
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) bemüht sich seit längerem durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Werbekampagnen das Spenderaufkommen in der Bundesrepublik zu steigern. Etwa 12.000 Patienten warten derzeit in der Bundesrepublik auf ein Spenderorgan, jährlich sterben rund 1000 Patienten auf der Warteliste.
Als Ursachen für das geringe Spendenaufkommen wurden häufig fehlendes Engagement der Spendenbeauftragten in den Kliniken vermutet. Es wurde unterstellt, dass potentielle Spender nicht gemeldet würden, um den erheblichen organisatorischen Aufwand im Zusammenhang mit der Organentnahme zu umgehen. Eine von der Deutschen Stiftung für Organtransplantation in Auftrag gegebene Studie zeigt jetzt überaschende Ergebnisse.
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Tags: Lebensende, Organspende, palliative Therapie, Patientenverfügung, Therapiebegrenzung, Transplantation