Archiv für die Kategorie 'Spiritualität'

Apr 25 2012

… liebevoll nein sagen

“Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.”

Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste. 1956

  • Wenn ich mit Patienten in der Klinik oder Gästen im Hospiz über nicht mehr sinnvolle Maßnahmen rede und dabei Hoffnungen, die nicht mehr tragen können, verloren gehen,
  • wenn ich Angehörigen, die meine Worte nicht hören wollen, darauf vorbereiten muss, dass sie einen geliebten Menschen verlieren werden,
  • wenn ich mit Kollegen über unsinnige und belastende Diagnostik und Therapie streiten muss,
  • wenn die Anforderungen der Ökonomie und Bürokratie an Medizin und Pflege eine gute und umfassende Versorgung von schwer Kranken und Sterbenden immer weiter einschränken,…

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Feb 05 2010

Über unseren Verlust an Weisheit

Abgelegt unter Spiritualität von hk

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Barry Schwartz , amerikanischer Psychologe, äußert sich in seinem Vortrag über Folgen der Bürokratisierung und Reglementierung in allen Bereichen unserer Gesellschaft und sieht hierin eine wesentlichen Ursachen für den Verlust von Weisheit. Er beschreibt eine ganz alltägliche, geerdete Weisheit, die unseren Institutionen ein mehr an Menschlichkeit zurück geben könnte – eine Weisheit, die sich bisweilen auch über erstarrte Regeln und bürokratische Eingrenzungen hinwegsetzen muß.

Der Videoclip wurde auf ted.com veröffentlicht. TED steht für Technologie, Entertainment und Design und führt in jährlichen Konferenzen führende Denker aus den unterschiedlichsten Bereichen zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch zusammen.

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Dez 20 2009

Hoffnung finden im Leiden

Abgelegt unter Spiritualität von hk

Die Madonna von StalingradDas Bild der Madonna von Stalingrad habe ich zum ersten Mal bewusst wahrgenommen in einem Vortrag von Stein Husebö, dem norwegischen Palliativmediziner, der schon einige Male bei uns in Gütersloh zu Gast war. Das Original ist in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisstätte in Berlin ausgestellt.

Es ist ein Bild Kurt Reubers, der es im Dezember 1942, eingeschlossen im Kessel von Stalingrad, auf die Rückseite einer russischen Landkarte zeichnete. Kurt Reuber, geboren am 26. Mai 1906 in Kassel geboren, war Arzt, Theologe und Künstler. Während seiner Studienzeit kam es zu einer einschneidenden Begegnung mit Albert Schweitzer, der ihm half, den bis dahin von ihm empfundenen Zwiespalt zwischen Medizin und Theologie zu überwinden.

Bei der Betrachtung des Bildes scheinen zunächst die dunklen Anteile dieses Bild zu prägen scheinen. Aber wo starke Schatten sind, da ist auch Licht. Es beleuchtet die starke, in sich geschlossen wirkende Figur der Madonna mit ihrem Kind.

Das Symbol der Geschlossenheit stellt in diesem Bild auf doppelte Art und Weise dar:

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