Apr
25
2012
“Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.
Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.”
Antoine de Saint-Exupéry, Die Stadt in der Wüste. 1956
- Wenn ich mit Patienten in der Klinik oder Gästen im Hospiz über nicht mehr sinnvolle Maßnahmen rede und dabei Hoffnungen, die nicht mehr tragen können, verloren gehen,
- wenn ich Angehörigen, die meine Worte nicht hören wollen, darauf vorbereiten muss, dass sie einen geliebten Menschen verlieren werden,
- wenn ich mit Kollegen über unsinnige und belastende Diagnostik und Therapie streiten muss,
- wenn die Anforderungen der Ökonomie und Bürokratie an Medizin und Pflege eine gute und umfassende Versorgung von schwer Kranken und Sterbenden immer weiter einschränken,…
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Tags: Bürokratie, Hoffnung, Lebensende, Leiden, Sinn
Aug
01
2010
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Dieser lateinische Ausdruck ist in der medizinischen Fachsprache fest etabliert.
In einem medizinischen Wörterbuch findet man als Übersetzung und Erläuterung:
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damit etwas geschehe, gleichgültige Verordnung bei abwartender Behandlung.
Wikipedia, die freie Enzyklopädie im Internet, wird da schon deutlicher, wenn es dort heißt:
Ärztesprache: von einer Therapie, die nur eingesetzt wird, weil man mit seinem Latein am Ende ist.
Gemeint sind damit diagnostische oder therapeutische Maßnahmen, die, obwohl medizinisch nicht mehr sinnvoll, dennoch durchgeführt werden, um in ausweglosen Situationen nicht völlig hilflos zu erscheinen.
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Tags: tun und lassen
Jan
26
2010
Diese Frage wird Ärzte im Verlauf einer Krebserkrankung häufig und in allen Krankheitsstadien immer wieder gestellt. Aber nur selten erhalten Patienten auf diese Frage eine klare Antwort. Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig. In verschiedenen Untersuchungen hat man versucht, den Ursachen auf die Spur zu kommen. Dabei fanden sich verschiedene Problembereiche, die eine offene Kommunikation bezüglich der Prognose erschweren:
Viele Ärztinnen und Ärzte klagen in der Alltagshektik über zu wenig Zeit für solche Gespräche. Für die Vermittlung dieser Botschaften brauchen wir aber einen entsprechenden zeitlichen Rahmen und Ruhe. Oft genügt ein einzelnes Gespräch nicht, um sinnvoll auf dieses Thema eingehen zu können. Zeit ist aber eine Ressource, die in unserem Gesundheitssystem immer häufiger durch Rationierung und Ökonomisierung medizinischer und pflegerischer Tätigkeiten drastisch eingeschränkt wird.
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Tags: Lebensende, palliative Therapie, Prognose, Therapiezieländerung