Archiv für die Kategorie 'Ethik und Recht'

Nov 24 2010

Staatsanwaltschaft München zur Beihilfe zum Suizid

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Die Staatsanwaltschaft München hat sich in einem Beschluss vom 30.07.2010 zur Rechtslage beim assistierten Suizid geäußert.

Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Ärzteschaft über eine Neufassung der Grundsätze zur Sterbebegleitung und in diesem Zusammenhang auch über das Thema ärztlich assistierter Suizid diskutiert.

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Ein Kommentar

Aug 01 2010

“ut aliquid fiat”

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Dieser lateinische Ausdruck ist in der medizinischen Fachsprache fest etabliert.

In einem medizinischen Wörterbuch findet man als Übersetzung und Erläuterung:

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damit etwas geschehe, gleichgültige Verordnung bei abwartender Behandlung.

Wikipedia, die freie Enzyklopädie im Internet, wird da schon deutlicher, wenn es dort heißt:

Ärztesprache: von einer Therapie, die nur eingesetzt wird, weil man mit seinem Latein am Ende ist.

Gemeint sind damit diagnostische oder therapeutische Maßnahmen, die, obwohl medizinisch nicht mehr sinnvoll, dennoch durchgeführt werden, um in ausweglosen Situationen nicht völlig hilflos zu erscheinen.

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Mai 23 2010

Beratung zur Patientenverfügung – aber wie?

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Nach den vorangegangenen Blog-Beiträgen sollte deutlich geworden sein, wie wichtig eine kompetente Beratung zur Erstellung der eigenen Patientenverfügung ist.

Aber was zeichnet eine gute Beratung aus?

Wichtig sind soziale und ḱommunikative Kompetenz, fachliche Informiertheit, aber auch Offenheit des Beraters bezüglich Form und Inhalte der Verfügung.  Der Berater muss in der Lage sein, seine eigenen Wertvorstellungen zurückzunehmen, um dem Betroffenen eine individuelle Vorsorge für das Lebensende zu ermöglichen. Denn eine allgemein gültige, normierte Patientenverfügung kann es nicht geben.
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Mai 09 2010

Patientenverfügung – welches Formular?

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PatientenverfügungInzwischen gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Vordrucken für Patientenverfügungen (ca. 230 Versionen mit steigender Tendenz). Eine Orientierung fällt dabei natürlich schwer. Deshalb gebe ich hier einige Vorschläge für einen ersten Einstieg.

Von einer vollständig freien Formulierung einer Patientenverfügung muss dringend abgeraten werden. Wer sich darauf einlässt, sollte sich auf jeden Fall intensiv beraten lassen und weitere Quellen z.B. im Internet nutzen.

In der Regel sollte man auf ein Formular mit Formulierungsvorschlägen zurückgreifen.

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Mai 03 2010

Wie verbindlich sind Patientenverfügungen?

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Auch nach der 3. Änderung des Betreuungsrechts im September 2009, durch die zum ersten Mal Patientenverfügungen gesetzlich geregelt worden sind, herrschen in diesem Punkt immer noch erhebliche Unsicherheiten.

Patientenverfügungen kommen immer dann zum Tragen, wenn ein Patient seine Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann. Bereits in seinem Urteil von 2003 hat der BGH sich zur Verbindlichkeit klar geäußert.

Ist ein Patient einwilligungsunfähig und hat sein Grundleiden einen irreversiblen tödlichen Verlauf angenommen, so müssen lebenserhaltende oder -verlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn dies seinem zuvor – etwa in Form einer sog. Patientenverfügung – geäußerten Willen entspricht.

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