korp_privat

Am Ende ist nicht Schluss mit lustig

Mit seinem Buch versucht Harald-Alexander Korp, sich dem schweren Themenbereich Sterben, Tod und Trauer mit Gelassenheit und Heiterkeit, aber immer auch mit Respekt zu nähern. Der Versuch kann als gelungen bezeichnet werden. Dabei profitiert der Author von seinen Erfahrungen als ehrenamtlicher Hospizhelfer im Ricam-Hospiz in Berlin. Er weiß, wovon er spricht und wohltuend ist sein bodenständiger, realistischer Blick auf die Situation am Lebensende: „Sterben ist natürlich nicht lustig, sondern macht Angst vor dem Abschied, vor Schmerzen, […]

BGH Hauptgebäude

Zahlreiche Patientenverfügungen nach dem neuen BGH-Beschluss unwirksam?

Für Aufregung sorgt ein neuer Beschluss des Bundesgerichtshofes zum Thema Patientenverfügung. Welche konkreten Voraussetzungen an eine wirksame Patientenverfügung und an die Vollmacht zu stellen sind, war Gegenstand der Verhandlungen. Ende 2011 erlitt eine Patientin einen Hirnschlag. Über eine Magensonde wurde sie mit Ernährung, Flüssigkeit und Medikamenten versorgt. Im Januar 2012 erfolgte die Verlegung in eine Altenpflegeeinrichtung. Anfangs konnte man mit ihr noch verbal kommunizieren. Im Rahmen wiederholter Krampfanfälle und der damit einhergehenden Hirnschädigung war dies ab Frühjahr 2013 […]

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Suizidbeihilfe geregelt – Unsicherheit bleibt

Am Freitag, den 6. November 2015, verabschiedete der Bundestag einen von den Abgeordneten Michael Brand (CDU/CSU), Kerstin Griese (SPD) und anderen eingebrachten fraktionsübergreifend initiierten Gesetzentwurf zum Verbot der geschäftsmäßigen Assistenz beim Suizid. Die Regelungen im §217 SGB sind knapp formuliert und in ihrer Tragweite für Nichtjuristen zunächst nicht einfach zu verstehen. Hilfestellung zum Verständnis bietet die Begründung des Entwurfs, die im Folgenden in Auszügen dargestellt werden soll. Innerhalb der Ärzteschaft zeigt sich nach der Verabschiedung […]

maio

Patientenwohl und Ökonomie im Konflikt

In einem Grundsatzpapier setzt sich die Bundesärztekammer mit dem Thema „Medizinische Indikationsstellung und Ökonomisierung“ auseinander. Unter dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck besteht die Gefahr, dass Ärzte ihre Entscheidungen immer häufiger an öknomischen Kriterien der Erlösoptimierung und nicht mehr am Wohl des Patienten orientieren. In einem Interview mit dem Ärzteblatt erläutert Prof. Giovanni Maio, der massgeblich an der Formulierung des Papiers beteiligt war, die Hintergründe.

Blue paragraph with red stethoscope on the white background.

Ärztlich assistierter Suizid im Bundestag

Vier konkrete Gesetzentwürfe liegen vor Am 2. Juli wurden im Bundestag die nun vorliegenden, fraktionsübergreifenden Gruppenanträge zur Regelung des ärztlich assistierten Suizid diskutiert. Die vorliegenden Anträge reichen vom vollständigen Verbot bis hin zur weitgehenden Liberalisierung. Im November 2015 soll darüber im Bundestag entschieden werden. Kurz nach seiner Wahl hatte Bundesjustizminister Gröhe hatte eine juristische und medizinethische Diskussion mit der Ankündigung eines Verbots der Sterbehilfe angestoßen. In der Diskussion zeigte sich dann, dass nicht Sterbehilfe allgemein, […]