Suizidbeihilfe geregelt – Unsicherheit bleibt


BundestagAm Freitag, den 6. November 2015, verabschiedete der Bundestag einen von den Abgeordneten Michael Brand (CDU/CSU), Kerstin Griese (SPD) und anderen eingebrachten fraktionsübergreifend initiierten Gesetzentwurf zum Verbot der geschäftsmäßigen Assistenz beim Suizid.

Die Regelungen im §217 SGB sind knapp formuliert und in ihrer Tragweite für Nichtjuristen zunächst nicht einfach zu verstehen. Hilfestellung zum Verständnis bietet die Begründung des Entwurfs, die im Folgenden in Auszügen dargestellt werden soll.

Innerhalb der Ärzteschaft zeigt sich nach der Verabschiedung eine deutliche Verunsicherung über das Erlaubte und Verbotene. Offensichtlich hat die neue Regelung neben einigen Klarstellungen neue Grauzonen aufgetan, die in Zukunft einer weiteren Klärung bedürfen. Es macht also Sinn, sich mit den Regelungen im Einzelnen noch einmal zu beschäftigen.

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Patientenwohl und Ökonomie im Konflikt

Maio

Foto: Oliver Lieber

In einem Grundsatzpapier setzt sich die Bundesärztekammer mit dem Thema „Medizinische Indikationsstellung und Ökonomisierung“ auseinander. Unter dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck besteht die Gefahr, dass Ärzte ihre Entscheidungen immer häufiger an öknomischen Kriterien der Erlösoptimierung und nicht mehr am Wohl des Patienten orientieren. In einem Interview mit dem Ärzteblatt erläutert Prof. Giovanni Maio, der massgeblich an der Formulierung des Papiers beteiligt war, die Hintergründe.

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Was sucht ein Hospizler auf einem Barcamp?

NPC_1Am 30./31.01.2015 fand in Aachen das Non-Profit Camp statt. Über 100 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen – Ehrenämtler, Fundraiser, Pressesprecher, IT-Leute und Vereinsvorstände – trafen sich in zwangloser Atmosphäre zum lebhaften Gedankenaustausch. Die Beiträge waren durchweg interessant. Die Sessions, die ich besucht habe, beschäftigten sich mit Online-Fundraising, Ehrenamt 3.0 und Generation Y, Medienrecht sowie Webdesign für Non-Profit-Organisationen. Themen, die auch für die Hospizarbeit zunehmend an Bedeutung gewinnen.

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Warum Patientenverfügungen manchmal nicht weiterhelfen…

NotarztEin 82-jähriger alter Herr wird vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht, weil zu Hause eine lebensbedrohliche Situation aufgetreten war. Es lag eine allgemein formulierte Patientenverfügung vor, in der verschiedene Szenarien beschrieben waren, bei denen die Patientenverfügung zum Einsatz kommen sollte. Hierin war auch der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen und auf eine Herz-Lungen-Wiederbelebung festgehalten worden. Beim Transport kam es zum Kreislaufstillstand und der Patient wurde vom Notarzt reanimiert.

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